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Unbekanntes
kroatisches
Volk
Was die
schweizerischen
Zeitungen
damals über
die Kroaten
schrieben
Unter
dem obigen
Titel wurde
ein Artikel
in der
Schweizerischen
Monatszeitschrift
Illustrierter
Schweizer
Volksfreund,
Nr. 8, 1952,
veröffentlicht
und vom
Herausgeber
und
Redakteur
Jean Hirt
unterschrieben.
Der Autor
muss, allem
Anschein
nach, ein
Historiker
ge-wesen
sein, der
mit der
kroatischen
Geschichte
ausgezeichnet
vertraut
war. Der
Artikel
beginnt mit
einem Lied
von
Vladislav
Mentschelitsch
aus seinem
Werk:
“Trublja
Slovinska“,
Ancona 1665:
In Sklaverei
wäre längst
versunken
Italien
Wenn nicht
die
Türkenflut
An Kroatiens
Strande
zerschellte!
Nachher
wurden die
bedeutungsvollen
Ereignisse
aus der
kroatischen
Geschichte
aufgelistet,
mit welchen
der Autor
die
kroatische
Kultur und
Heldenmut
dokumentiert.
Einige davon
sind, zum
Teil
verkürzt,
unten
wiedergegeben.
06.09.1345.
- Die
Kroaten der
Stadt Zadar
an der
Ostküste der
Adria
mussten sich
gegen die
beständigen
bestialischen
Angriffe der
“christlichen”
Flotte der
venezianischen
Republik
verteidigen.
Die Kroaten
Zadars
hatten
damals eine
14 Monate
lange
Belagerung
durch die
Venezianer
(20'000
Mann) zu
erleiden;
die
Venezianer
töteten und
verbrannten
alles und
jedes, was
ihnen in den
Weg kam.
Trotzdem
verteidigte
sich Zadar
mit Erfolg
gegen die
Flotte der
venezianischen
Republik.
18.08.1450.
- In Split
wurde der
älteste
kroatische
Dichter
Marko
Marulitsch
geboren. (Im
Illustrierter
Schweizer
Volksfreund,
Nr. 12./1950,
publizierte
ich über
diesen
bedeutenden
kroatischen
Patrioten
einen
Artikel.
Jean Hirt).
29.08.1526 .
- Die
Schlacht bei
Mohacz, in
deren
grossen
Kämpfen auch
6'000
Kroaten
fielen.
Als die
Türken-Invasionen
und ihr im
Balkan und
Südosteuropa
errichtetes
Reich unter
der
Regierung
Suleimanns
II., “des
Grossen”,
das
Höchstmass
ihrer
Angriffskraft
erreicht
hatten, da
waren es vor
allem
kroatische
Heerführer,
die die
Türken
aufhielten
und ihnen
Niederlagen
bereiteten.
...So haben
ganz West-
und
Mitteleuropa
es dem
Heldenmut
und dem
Opfersinn
kroatischer
Generationen
zu danken,
dass die
grüne Fahne
des
Propheten
nicht über
das
Abendland,
seine
Kultur,
seine
Freiheit und
das
Christentum
triumphieren
konnte.
20.09. 1528.
- Der
kroatische
Banus Ivan
Karlovitsch
schlug die
Türken bei
Udbina.
28.08.1532 .
- Nikola
Jurischitsch
verhindert
den
türkischen
Ansturm auf
die Festung
Kisek.
10.09.1565.
- Der
kroatische
Banus Petar
Erdödy
schlug die
Türken bei
Obreschke.
08.09.1566.
- stirbt der
kroatische
Banus Nikola
Subitsch
Zrinski (es
ist
bemerkenswert,
dass der
Autor den
vollen Namen
in der
kroatischen
Originalversion
verwendet,
und nicht
die in der
Fremdliteratur
übliche
ungarische
Version
Miklos
Zriny.
O.Gaupp)
den
Heldentod in
der
Verteidigung
der Festung
Sziget, die
von den
Türken
belagert
wurde. Der
türkische
Kaiser
Suleimann
II., der
Grosse, fiel
auch vor der
Festung
Sziget.
Kraft und
dank der
Tapferkeit
und
Aufopferung
des
kroatischen
Manneswesens
ging die
grossangelegte
Offensive
der
Türkeninvasionen
in die
Brüche.
Theodor
Körner hat
anno 1812
jenes
Ereignis in
einem
Trauerspiel
Zriny
beschrieben.
Vor 13
Jahren
brachte es
hier in der
Schweiz der
Dramatische
Verein
Nürensdorf
zur
Aufführung.
07.09.1848.
- Der Banus
der
kroatischen
Nation,
Josip
Jellatschitsch
(geb.
16.08.1801,
gest.
20.05.1859)
war
gezwungen,
sich gegen
den neu
erwachten
magyarischen
(ungarischen)
Hypernationalismus
und gegen
die
magyarische
Gleichschaltung
zu wehren.
Das hoch
entwickelte
kroatische
Kulturvolk,
dessen
Staatsgründung
rund ein
halbes
Jahrtausend
vorher schon
existierte,
bevor
überhaupt
die Ungarn (Hunngarn,
Magyaren)
sich
sesshaft in
der
Nachbarschaft
des
kroatischen
Staats- und
Kulturvolkes
per
exellence
drängten,
wollte nicht
im neuen,
grossen
Hunngarenreich
aufgehen.
Der Banus
des
kroatischen,
südosteuropeischen
Staats- und
Kulturvolkes,
der Patriot
Josip
Jellatschitsch,
ward daher
gezwungen,
den
Hunngaren,
die von
Kossuth
geführt
waren, den
Krieg zu
erklären.
Kossuth
Lajos hatte
damals
übermütig
erklärt:
„Ich kenne
keine
kroatische
Nationalität.
– Wo ist
Kroatien?
Ich kann es
auf der
Landkarte
nicht
finden. –
Zwischen uns
kann nur das
Schwert
entscheiden“.
Banus Josip
Jellatschitsch
und seine
kroatischen
Soldaten
besiegten
dann in
vielen
Kämpfen und
Schlachten
die Ungarn,
die mit
ihrer
beabsichtigten,
brutalen
Ungarisierung
und auch
Italienisierungs-Politik
die
angestammte
kroatische
Sprache des
kroatischen
Staates und
Volkes in
Kroatien-Slavonien-Dalmatien
im
Dienstverkehr
und so
weiter und
so fort
verdrängten
und
auslöschen
wollten.
Bedeutsamerweise
endet der
Artikel mit
dem
folgenden
Lied des
Dichters
Johannes v.
Müller:
Was den
Bestand
Und den
Namen eines
Volkes
erhält,
Ist die
Unvergänglichkeit
Seiner
nationalen
Eigenart.
Die Reste
der vier
“roten”
Schweizer
Regimente
und das
erste und
dritte
Kroaten-Regiment
deckten den
Rückzug an
der Beresina
Das
Schweizerische
und
Kroatische
Volk haben
einige
Gemeinsamkeiten.
Beide waren
Auswanderervölker,
die Kroaten
sind es auch
heute. Die
Schweizer
dienten als
Söldner in
fremden
Diensten,
die Kroaten
ebenfalls.
Die
Schweizer
Söldner
hatten einen
ausgezeichneten
Ruf, die
kroatischen
ebenfalls,
obwohl dies
heute
weniger
bekannt ist.
So haben
beispielsweise
die
Deutschen im
2. Weltkrieg
von ihren
Alliierten
Unterstützung
an der
Ostfront
verlangt.
Einige
kroatische
Einheiten,
neben den
Italienern,
Rumänen,
Bulgaren
usw., waren
auch
beteiligt.
Im deutschen
Kriegsbericht
wird
beklagt,
dass mit
Ausnahme der
Kroaten, die
mit den
Deutschen
vergleichbare
Kampfesstärke
zeigten,
alle andere
mehr
schadeten
als sie vom
Nutzen
waren. Im
Artikel
unter dem
oben
aufgeführten
Titel
(Illustrierter
Schweizer
Volksfreund,
Nr. 10/11,
1953) lobt
der Autor
Jean Hirt
die
Tapferkeit
der Kroaten,
die Schulter
an Schulter
mit den
Schweizern
am Feldzug
Napoleons in
Russland
teilnahmen.
Hier einige
Auszüge aus
dem Artikel:
Eine
halbe
Million Mann
stark war
die
europäische
Armee
Napoleons
nach
Russland
gezogen,
rund 330'000
waren dort
auf der
Strecke
geblieben.
Die
Hauptverluste
wurden
natürlich
nicht von
den
französischen
Einheiten
getragen,
sondern von
den
Deutschen,
Polen,
Niederländern,
prozentual
aber am
blutigsten
wie gewohnt
von den
Schweizer
Regimenten
und – was
dem
Geschichtsbewusstsein
des
europäischen
Lesers
weniger
bekannt sein
dürfte –
ebenso von
zwei
kroatischen
Regimenten.
Die
Schweizer
Division
Merle hatte
sich laut
dem 28.
Bulletin der
Grossen
Armee,
datiert vom
1. Nov.
1812,
unterzeichnet
von
Napoleon,
durch
Kaltblütigkeit
und
Tapferkeit
ausgezeichnet,
besonders in
der ersten
und zweiten
Schlacht bei
Polozk, wo
es den
Schwei-zern
des 4.
Regiments
und dem 3.
kroatischen
Regiment,
das zur
Brigade Amey
gehörte,
oblag,
gemeinsam
den Rückzug
des
Armeekorps
Oudinot über
die Düna
Brücke
gegenüber
den Russen
zu decken.
So hatten
die
Schweizer
und die
Kroaten die
blutigsten
Opfer und
Verluste
erlitten.
Das war am
24. Nov.
Hier an der
Beresina
harrten drei
russischen
Armeen der
Stunden, die
Katastrophe
der Grossen
Armee des
Franzosen-Kaisers
zu
beschleunigen...
Den
berühmten
Streich
vollführten
die Kroaten
am 28. Nov.,
als Napoleon
an der
Beresina von
einer
überzähligen
russischen
Armee
angegriffen
wurde. Hier
verhalfen
die Kroaten
den
Franzosen
zum letzten,
obwohl schon
verzweifelten
Sieg über
die Russen.
Die Kroaten
bezahlten
ihre
Tapferkeit
teuer, da
ihr Regiment
an diesem
Tage 700
Mann verlor,
darunter 16
Offiziere.
Das 3.
Kroaten-Regiment,
dessen
Oberst
Fleury ein
Schweizer
war, hatte
nur noch 100
Mann, denen
die
Rückzugsdeckung
der
Artillerie
anvertraut
wurde.
Von Osvin
Gaupp
aus dem
Vereinsblatt
des
Kroatischen
Kulturvereins
http://www.hkz-kkv.ch/do104/DO_104.pdf
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